Hiddensee - ein Landschaftsjuwel
… ganz nah bei Rügen

Die Hiddensee- Fans der SGV Abteilung DuisburgZugegeben: Etwas weniger kühl bis kalt hätte es im Mai 2010 an der Ostsee schon sein können. Und auch ein wenig (heftiger) windig. Selbst „Mano“, unser Haus-Maskottchen (Pinscher-Dackel-Chihuahua-Mix), ein ansonsten geübter Dauerläufer, hatte es immer wieder eilig, nach Hause zu kommen: Das war für zehn Tage riedgedeckt das älteste Haus am Ort namens ‚Nowak 1/2’ in Vitte, noch im Norden der Insel. Die Belegschaft bestand aus neun Teilnehmer (aus DU, MH, HN und FFB, M), ergänzt durch drei Duisburger nebenan im Gasthof/Hotel ‚Godewind’. Organisiert hatte das Ganze natürlich - und schon zum 8. Mal als Gast auf der Insel - Eugen Dröse. Die weiteren Beteiligten waren Henny Schmidt, Hans und Ursel Pilz, Günter und Hella Schäftlein, Günter Maertens (alle aus der SGVJugend der 1949er bis späten 50er Jahre), Waltraud Winter, Gerd Langner, Reinhold Sauter, Siggi Tannigel und Irmgard Wittenschläger, mit 83 Jahren die älteste (und munterste) Teilnehmerin.

Das langgestreckte, schmale Hiddensee (an der engsten Stelle knapp 150 Meter breit) verfügt neben Vitte noch über drei weitere Ansiedlungen: Im Norden über das touristisch lebhafte Kloster, an Wasser, Wald und (Dünen-) Hügel angeschmiegt, und anschließendem Örtchen Grieben. Beide prädestiniert für Ausflüge zu Fuß oder Fahrrad in das Dornbuschgelände mit beherrschendem Leuchtturm. In der Insel-Mitte mit dem abgelegenen Ort Neuendorf beginnt nachfolgend die große Einsamkeit an ‚Gellenstrom’ undDer typische Hiddensee Blick - vom alten Bessin auf Dornbusch mit Leuchtturm ‚Gellenhaken’ mit langen Wegen und einer nichtbetretbaren Nationalparkschutzzone zum ‚Süderende’ hin. Am genußvollsten auf der Gesamtinsel die Strände an der Meeresseite, unmittelbar am Ufer gut zu begehen durch die erhärtende Wasserspülung. Am eindruckvollsten der Gang über die Steilufer im Schutzgebiet Dornbusch - in ständiger Begleitung durch Sanddornbüsche: Im übrigen als Heißgetränk meistverkauft in sämtlichen Hiddensee-Gastronomien. Aber auch das Büschelgras am Fußweg der Halbinsel Altbessin auf der Boddenseite hat seinen Reiz, wenn man nicht zu früh aufgibt …

Allzu viele Gefahren lauern nicht auf der Insel, abgesehen von rasenden Radlern und dem verbotenen Betreten der Kliffoberkanten an den Steiluferabbrüchen. Die Insel ist autofrei bis auf wenige Versorgungsfahrzeuge und einen kleineren Elektrobus für Kindergarten- und Schulkinder, der nach Möglichkeit auch Fahrgäste mitnimmt. Das Radwegenetz ist gut bis auf Baustellenbereiche und ruppige DDR-Hinterlassenschaften mit ‚Abortusstrecken’ (Betonplatten). Die Fährverbindungen ab Schaprode/Rügen und Stralsund sind ausreichend und zuverlässig. Sie legen in Kloster, Vitte und Neuendorf an.

.....und am Abend gab es eine köstliche Linsensuppe (Chefköche Hans und Ursel)Außer dem in Haus Nowak 1/2 gepflegten, geselligen Umgang mit Frühstückssemmeln/Süddeutscher Zeitung, Gemeinschaftsküche, Weiß-/Rotwein, Wetterbericht-Fernsehen und Wahlergebnisdiskussionen wurde die weitere Kultur nicht vernachlässigt: Heimatmuseum und Gerhart-Hauptmann-Haus in Kloster, Gospelkonzert in der Inselkirche, Lesung der Inseldichterin Renate Seydel in Vitte, viele Fotos, von überall.

Das Meer war gnädig und nagte erkennbar nicht weiter am Inselufer in unserer Anwesenheit; ein Mehr an Sonnenstunden wäre uns in dieser Zeit jedoch noch lieber gewesen. Dennoch: Hiddensee ist etwas, wozu man gern „Ich komme wieder!“ sagt. (Günter Schäftlein)

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